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Resultate der "Umfrage für eine bessere Schweiz"

Im Zeitraum August bis Oktober 2007 haben sich insgesamt 166 Personen an der von der IGM/CCM lancierten "Umfrage für eine bessere Schweiz" beteiligt – 120 Männer und 44 Frauen. Die weitaus meisten (155) stammten aus dem Kanton Bern. 136 Personen waren zwischen 18 bis 65 Jahre alt, 14 Personen waren jünger, 16 waren älter. Die Antworten lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Frage 1: Wenn Sie einen papierumwickelten Stein heben, überrascht Sie das Gewicht. „Der Stein trügt“ meint also, dass wir als Staatsbürgerinnen und -bürger über die wahren Probleme in unserem Land nicht aufgeklärt werden. Sehen Sie das auch so?

Antwort 1: Nein. Die wichtigsten Probleme in unserem Land sind bekannt und sie werden von kompetenten Leuten angegangen.

Antwort 2: Teilweise. Die Probleme in unserem Land sind zwar bekannt, Sie werden aber nicht genügend angegangen.

Antwort 3: Ja. Die Politik dreht sich hauptsächlich um Unwichtigkeiten. Die grossen Probleme werden gar nicht angesprochen.


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Frage 2: Hans Christen meint: Hauptproblem in unserem Land ist eine eklatante Kluft zwischen Schein und Wirklichkeit, welche gravierendes Missmanagement verdeckt: Betriebe im Staatsbesitz wie die SBB feiern sich, obwohl sie Milliardenschulden haben; statt Verantwortung wahrzunehmen treten Bundesräte im Fernsehen auf; statt im richtigen Moment Führungsstärke zu zeigen (Beispiel Swissair), wird Volksvermögen verpulvert und kein Verantwortlicher muss dafür gerade stehen. Sehen Sie das auch so?

Antwort 1: Ich stimme damit überein. Wir haben eine Kluft zwischen Schein und Wirklichkeit, hervorgerufen durch fehlende Transparenz, Missmanagement und Führungsschwäche der Verantwortlichen. Ein guter Staat ist das Ziel.

Antwort 2: Ich sehe das anders. Der Staat selbst ist das Problem. Wir müssen diesen auf die nötigsten Funktionen beschränken. Weniger Staat ist das Ziel.

Antwort 3: Ich sehe das anders. Der Staat funktioniert gut und ihm sollen deshalb noch mehr Aufgaben übertragen werden. Mehr Staat ist das Ziel.


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Frage 3: Hans Christen hat am eigenen Leib erfahren, was es heisst, Missstände anzusprechen: Niemand hört zu, man wird gemobbt und entlassen, man glaubt bedingungslos den Tätern, man gerät in existenzielle Nöte (mehr dazu in „Angeklagt: Unternehmen Schweiz“). Wie beurteilen Sie dieses Problem?

Antwort 1: Selber Schuld. Jeder weiss, dass „die Kleinen“ auf den Deckel bekommen. Besser, man hält den Mund. So ist halt das System.

Antwort 2: Dumm gelaufen. Manchmal hat man halt Pech – doch in den meisten Fällen kommt das nicht vor und die Leute werden fair behandelt.

Antwort 3: Gratulation. Zum Glück gibt es noch Menschen, welche den Mut aufbringen, sich gegen Missstände zu wehren.


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Frage 4: Hans Christen will den Stein ins Rollen bringen – also als unabhängiger Kandidat im Nationalrat die wichtigen und kritischen Fragen stellen. Insbesondere folgende Ziele will er erreichen. kreuzen Sie an, welche dieser Ziele Sie unterstützen:

Antwort 1: Betriebe des Service Public, welche der Allgemeinheit dienen und von dieser ganz oder teilweise mittels Steuern bezahlt werden (wie die SBB), müssen die Gesamtkosten offen legen. Es darf nicht sein, dass das Volk durch geschickte Umbuchungen über die wahren Kosten angelogen und nachher zur Kasse gebeten wird.

Antwort 2: Es geht nicht darum, den Service Public abzubauen, sondern die Bedingungen zu schaffen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Betrieben gut und ehrlich arbeiten können.

Antwort 3: Die Betriebe des Service Public wurden Opfer von Scheinprivatisierungen, so dass deren Führung gross abkassieren konnte. Das muss aufhören.

Antwort 4: Mitarbeiter, welche über Missstände berichten, müssen rechtlich geschützt werden, denn der Service Public braucht die Kritik seiner Mitarbeiter – das Volk zahlt ja sowieso und die Kunden haben kaum eine Wahl.

Antwort 5: Das Parlament muss seine Kontrollfunktion wieder vermehrt wahrnehmen. Die Wirkung der Gesetzgebung muss verstärkt überprüft werden.

Antwort 6: Parlamentarier müssen ihre Aufgabe wieder ernster nehmen: Mindestanwesenheit und Obergrenzen für Interessensbindung (Verwaltungsratsmandate etc.) sind einzuführen.

Antwort 7: Die Führung in unserem Staat – der Bundesrat – muss ein verbindliches Regierungsprogramm festlegen, in dem die Verantwortlichkeiten klar festgelegt sind.

Antwort 8: Das Volk muss durch den Bundesrat jährlich in einem Bericht „Zustand der Schweiz“ informiert werden.

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Textversion für blinde und sehbehinderte Personen  © 2010 Hans Christen